traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


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Auf Nimmer Wiederhusten: Bester Thymian-Sirup

Kaum weht kalter Wind um die Nase und der Sommer verabschiedet sich, ist es auch schon soweit. Der Hals kratzt. Das passt jetzt aber gar nicht. Weg damit, husch, husch! Nein, so einfach räumst Du nicht das Halsfeld? Na warte! Dir heize ich mit Fire Cider ordentlich ein. Wenn der erstmal mein Immunsystem in Schwung gebracht hat, vergeht Dir das Kratzen. Und falls nicht, lege ich noch etwas ganz Besonderes aus dem Garten nach. Das wird Dich umgarnen und wegzaubern: Der Thymian-Sirup!

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Plastikfrei: Die Heilkräuter-Creme mit gespeichertem Sonnenlicht

Ob Clarins, Clinique und Estee Lauder oder Nivea, Balea und Dove, ob teuer oder billig, sie alle und viele mehr haben diverse Creme-Tübchen anzubieten, die Schauriges enthalten: Microplastik. Heimlich, still und leise haben sich fast unsichtbare, millimetergroße Plastikpartikel in Körper- und Gesichtscreme, aber auch Zahncreme und Duschgel eingeschlichen. Hatten wir etwa vor, durch tägliche Gesichtswäsche und Zähneputzen die Donau, den Gardasee oder die Arktis zu verseuchen? Nicht wirklich. Wir haben gar nicht für möglich gehalten, dass böses Platik als Schleifmittel, Füllstoff und Bindemittel in Kosmetika in Frage kommt und so natürliche Stoffe wie gemahlene Nuss- oder Kokosschalen, Mandelkleie und Tonerde einfach aus der Zutatenliste schmeißt. Gut für die Firmen, dass uns niemand gefragt oder informiert hat, denn wer kauft das schon bewusst. Wir wollen etwas anderes in den Händen halten, wenn wir unser Bad betreten: konzentrierte Natur mit stoffgewordenem Respekt und einem Duft von liebevollem Miteinander aller Erd-, Luft- und Wasserwesen. Also, her mit der selbst gemachten Ringelblumen-Körperlotion und der Kamillen-Gesichtscreme.

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Dörren für Dussel

Man könnte ja auf die Idee kommen, in einem dürregeplagten Land wie Kalifornien würde das Dörren quasi von alleine gehen. Ja, für unfreiwilliges Trockengemüse im Garten. Nein, für den gewollten Dörrverzehr – es sei denn, man schätzt Staubpaniertes und Spinnenbewebtes. Also her mit dem elektrischen Dörrautomat (wir lernen engl.: Dehydrator) inklusive Zeituhr. Unser Traum von selbst getrockneten Tomaten und von einer neuen Verwertungsart für die unbeabsichtigte Massenernte von Petersilie und Zucchinis ist zum Greifen nah.

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Spitzwegerich, Du Freund des stichgeplagten Selbstversorgers

Wenn sich der Mückenstich auf der Stirn zu einer stattlichen Beule entwickelt, dann ist es höchste Zeit für den Spitzwegerich. Der Saft der handzerriebenen Blätter betont die Stirnbeule zwar zusätzlich mit einem schönen Grünschleier, aber es juckt und blitzt nicht mehr auf der Haut. Mit etwas Glück und noch mehr Spitzwegerich-Saft ist der Mückengraus hurtig abgeklungen und nur noch der Grünschleier übrig. Kaum ist der gedankliche Lobpreis auf den Spitzwegerich verklungen, hat man das Allerweltskraut schon wieder vergessen. Bis zum nächsten Mal, wenn man mit juckender Beule vor die Tür rennt und am Straßenrand weit und breit kein Spitzwegerich mehr wächst. Oder, wie hier in Kalifornien, er nur vertrocknete, saftlos-knusprige Blätter in die staubige Luft streckt. Nein, das wird uns nicht passieren. Wir haben das Kraut, das überall wächst, aus Heimweh in einem Blumentopf ausgesät und ernten die kräftig grünen Blätter für eine Spitzwegerich-Salbe.

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Kräutermedizin selbst gemacht (Teil 2)

Die großmütterliche Welt der alten Hausmittelchen und der Kräutermedizin lässt mich so schnell nicht los und zum Glück ist unser Programm in der Kräuterschule Ohlone Herbal Center noch nicht zu Ende. Im ersten Teil von „Kräutermedizin selbst gemacht“ ging es um Medizinwässer, Kräuteröle & Tinkturen. Jetzt stehen mir exotisch anmutende Kräuterabenteuer wie Oxymel, Elixir, Cordial und Electuarium bevor. Das hört sich ziemlich Lateinisch und mittelalterlich an. Ist es auch. Ein Electuarium war ein heilkräftiges „Leckmittel“ in der Klostermedizin, das zuvor schon die alten Ägypter und Ayurvedische Ärzte einsetzten. Ein Cordial (lat. ‚cor‘: Herz) war so etwas wie der herzstärkende Energy Drink in der Renaissance. Das Elixir (arabisch ‚al iksir‘: magische Substanz) war bereits bei den Alchemisten der Antike bekannt. Was rede ich hier von großmütterlichen Hausmittelchen! Es geht ums „Eingemachte“ der menschlichen Heilsgeschichte.

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Kräutermedizin selbst gemacht (Teil 1)

Helfen die wirklich, die Kräuter? Ich glaube schon. Allerdings beschränkt sich meine Erfahrung auf die pflanzlichen Hustentropfen aus der Apotheke, die Thymian und Primel enthalten (Bronchicum®) oder andere Mittelchen, die aus der Fabrik stammen. Ehrlich gesagt habe ich die Verbindung zwischen dem Thymian in meinem Garten und dem Thymian in einem gekauften Produkt nicht gezogen. Hallo! Es ist der gleiche Thymian mit prinzipiell der selben Wirkung. Außerdem dachte ich, es braucht enormes Fachwissen, um aus einer Pflanze eine Medizin zu machen. Huhu! Die Pflanze selbst ist schon die Medizin. Ausgestattet mit diesem neuen, revolutionären Gedankengerüst – pardon: Mindset – mache ich mich auf in eine sehr alte Welt: In die großmütterliche Tradition der selbst gemachten Hausmittelchen und der Kräutermedizin.

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Frau Holle und die Holunderblüten-Gesichtscreme

Wer den Holunder in die Küche lässt, der kann sich kaum entscheiden, was man als erstes ausprobieren möchte. Den Holunderblüten-Sirup vielleicht, oder den Hollerbeeren-Saft, die Holunderblüten-Küchlein, den Hollerblüten-Tee? Wenn nach all diesen Versuchen die Liebe zum sagenumwobenen und duftgewaltigen Holunder noch immer ungetrübt ist, bleibt nur noch eins: Die Holunderblüten-Gesichtscreme. Nun muss man sich nicht gleich alles, was man mag, ins Gesicht schmieren. Von der Käse- oder Tofucreme nehme ich lieber Abstand. Beim Holunder macht es allerdings Sinn. Er ist nicht nur eine alte Heilpflanze für Erkältungen und Fieberkrankheiten. Man sagt ihm einen positiven Einfluss auf Hautirritationen und -Krankheiten nach. Früher heilte der Holunder Wundrose, Ekzeme, Juckreiz und allerlei anderes, unangenehmes Hautabenteuer. Also, denke ich mir, ein bisschen Holunder im Gesicht kann vorbeugend nicht schaden und womöglich sehe ich bald zehn Jahre jünger aus.

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Propolis-Tinktur, Heil- & Shampoo-Öle

Als uns einfällt, dass wir unbedingt Öle ansetzen möchten – für selbst gemachte Shampoos und zur Heilung – ist es später Spätsommer. Also zu spät, eigentlich. Schnell radeln wir die Umgebung ab, auf der Suche nach Johanniskraut und Schafgarbe. Auf einem unscheinbaren Plätzchen, versteckt hinter gedüngten Kuhweiden, haben wir Glück. Fast schon sind sie verblüht, aber hier und da streckt sich noch eine gelbe Johanniskraut-Blüte gen Sonne und vereinzelt stechen uns die letzten, weiß blühenden Dolden der Schafgarbe ins Auge. Ringelblumen, Pfefferminze, Salbei und junge Brennesseln haben wir im eigenen Garten. Von allem sammeln wir ein kleines Glas voll. Es kann los gehen…

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Schönheit ohne Supermarkt?

Wer viel draussen im Garten ist, der sieht ja gerne mal „scheiße“ aus – oder eben „natürlich“, wie man es nimmt. Man ist dreckig, nass, verschwitzt. Alles kein Problem, ab unter die Dusche und gut is. Pustekuchen. Es gibt Dinge, die wollen nicht ab.

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