traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


3 Kommentare

Mit Wolf-Dieter Storl in der Toskana

Wer weiß schon, dass Marshmallows, die so fluffig-süß und künstlich anmuten, keine moderne Nascherei sind und nicht immer aus Zucker, Eischnee, Aroma- und Farbstoffen bestanden? Der Ethnobotaniker und Kulturanthropologe Dr. Wolf-Dieter Storl erklärt uns während einer Seminarreise in der nördlichen Toskana, wo die Süßigkeit ihre „Wurzeln“ hat: Ursprünglich drehte man einen Teig aus der Wurzel des echten Eibischs über dem Lagerfeuer, oder röstete den Schleim der Malvenwurzel. Wegen solch schöner Pflanzengeschichten haben wir uns mit dem Auto über kurvenreiche, enge und schottrige Bergpässe bis nach Il Doccione geschleppt.

Weiterlesen


3 Kommentare

Samengärtnerei (Teil 2): Verkostung

Weinverkostung, davon hat ja jeder schon mal gehört. Aber Tomatenverkostung? Und Karottenverkostung? Sowas kann passieren, wenn man einen Kurs zur Samengärtnerei besucht und sich vor einem Buffet mit rohen Karotten wiederfindet. Gelbe, orangene, violette, viele verschiende Sorten liegen ausgebreitet vor uns und von jeder zermalmen wir ein kleines Stückchen zwischen den Zähnen.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Von Spinnrad, Sojaseide und Filzpantoffeln

„Ich spinne seit zwölf Jahren offiziell“, stellt sich unsere Spinnlehrerin Christine Dobler-Auer vor und lacht dabei wie ein ausbrechender Vulkan. Ja, das wird ein heiterer Tag. Denn wir fünf Kurs-Mädels „spinnen“ wahrscheinlich alle irgendwie für irgendwen. Ich möchte wissen, wie man so richtig spinnt, deswegen bin ich hier. Da Patrick und ich von einer kleinen Herde Alpakas träumen, muss einer von uns ja wissen, was man aus deren Wolle alles machen kann und wie das geht. Also lerne ich am Vormittag ein wenig spinnen bei Christine und filze am Nachmittag ein Paar Pantoffeln bei Hannelore Zech. Ort: Werkstatt des Mienbacher Waldgartens in Niederbayern.

Weiterlesen


4 Kommentare

Im Land von Flotter Lotte und Starker Else

Wer hätte gedacht, dass ich im Selbstversorger-Kurs „Praxiskurs Ernte verarbeiten“ (also Einmachen usw.)  im Mienbacher Waldgarten gleich zwei altehrwürdigen Damen begegne, die schon meiner Ur-Oma einen ansehnlichen Bizeps beschert und das Fitness-Center erspart haben. Nun stehe ich ihnen Auge in Auge gegenüber und möchte Reißaus nehmen: Die Flotte Lotte und die Starke Else machen mir schlagartig klar, wie mühsam so ein Säftchen oder Marmelädchen aus einer Frucht herausgepresst oder ihr abgerungen werden will.

Weiterlesen


3 Kommentare

Beim Imker Franz & den Bienen

Wenn man täglich viel zu viel Schokolade isst und den Traum vom Selbstversorger-Dasein hegt, stellt sich unweigerlich eine unbequeme Frage: Was tun, wenn kein Kakaobaum im eigenen Garten wächst? Lust auf eine Unmenge von Beeren habe ich leider nicht. Bleibt nur ein Fluchtweg für Selbstversorger-Süßigkeiten: Der Honig. Ich stelle mir schon mal vor: Mandel-Honig-Riegel. Mist, Mandeln habe ich ja wieder nicht im Garten. Dann eben Honigplätzchen mit irgendwelchen Nüssen. Naja, Nüsse fehlen mir auch noch. Aber, so komme ich ja nicht weiter. Fange ich eben mit Honig alleine an. Wie bekommt man den und wie geht das mit den Bienen?

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Der Jackpot in der Schweinelebenslotterie

Wenn ich als Schwein wiedergeboren werden würde, dann hätte ich einen Wunsch: Bitte lasst mich auf Gut Herrmansdorf bei Glonn leben. Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten sind so ziemlich der Jackpot in der Schweinelebenslotterie und bei all jenen Menschen berühmt, die sich im Großraum München für gesunde, auch fleischige Ernährung interessieren. Ich als volljähriger Vegetarier (18 von 42 Jahren fleischlos) stehe eher auf Schweinen als Gartenhilfe – zum Umgraben neu anzulegender Gemüsebeete. Trotzdem bin ich neugierig auf die Hofführung in Herrmannsdorf, da Gründer Karl Ludwig Schweisfurth einigen Respekt für sein Lebenswerk verdient und ich wissen will, wie es den Glücksschweinen so ergeht.

Weiterlesen


3 Kommentare

Hofführung beim Obergrashof

Bio ist ja nicht gleich Bio, lernen wir gerade. Es gibt das deutsche staatliche Bio-Siegel (nach EG Öko-Verordnung). Dann gibt es Verbände wie Bioland und Naturland etc., die ihr eigenes Siegel haben und deren Richtlinien strenger sind als die Mindeststandards der EU-Öko-Verordnung. Am strengsten sind die demeter-Richtlinien. Genau deswegen fahren wir Richtung Dachau bei München zum Obergrashof, um mal zu schauen, wie sich ein seit über 20 Jahren bestehender demeter-Betrieb so anfühlt, der 2012 den Förderpreis Ökologischer Landbau gewonnen hat. Was machen die und wie?

Weiterlesen


Ein Kommentar

Samengärtnerei im Garten des Lebens

Es ist ein grauer Samstag mit Nieselregen und ich habe so gar keine Lust, irgendetwas zu lernen, geschweige denn, aus dem Haus zu gehen. Aber ich habe mich für den Kurs „Samengärtnerei im Hausgarten“ bei Annette Holländer im Garten des Lebens bei Baiern (in Bayern) angemeldet und schwinge mich halbherzig ins Auto. Als ich ankomme, setzt pünktlich der Platschregen ein. Na toll. Gummistiefel an, Regenschirm auf und ab geht es durch Annettes Garten an den Hasen und Hühnern vorbei in den zitronengelben Klassenraum der 1c der örtlichen Schule.

Weiterlesen


3 Kommentare

Durchgemyzelt im Mienbacher Waldgarten

Wer hätte gedacht, dass man als zukünftige Selbstversorgerin ein neues Fremdwörter-Lexikon anlegen muss! Auf dem ersten Selbstversorger-Kurs meines Lebens lerne ich gleich zwei „Fachbegriffe“, die ich behalten kann: „Abgeschneckt“ für die Wüste, die Schnecken im Gemüsegarten hinterlassen und „durchgemyzelt“ für den kompletten Pilz-Durchwuchs eines Baumstamms. Genau so fühle ich mich nach einer Woche: Die Kapazität meines Gehirns ist „abgeschneckt“, in meinem Kopf tümmelt sich so viel neues Wissen, dass in meinem Gehirn eine Wüste der schieren Verzweiflung herrscht. Hilfe, wie behalte ich das alles und wie setze ich es um? Außerdem bin ich nun vollständig durchgemyzelt vom Selbstversorger-Tatendrang und unwiderruflich vom Selbstversorger-Pilz infiziert. Aber der Reihe nach…

Weiterlesen